Der Arbeitsplatz zuhause

Mittlerweile hat die Corona-Krise nun wohl jeden von uns erwischt. Alle müssen zuhause bleiben und wer kann, arbeitet von zuhause aus, macht also Homeoffice. Doch wie gestaltet man das am besten? Ich möchte dazu ein paar Tips geben, denn auch selbst hier kann man einiges falsch machen. Hat man auch in der Firma, bei seinem Arbeitgeber einen Büro-Arbeitsplatz, kennt man (hoffentlich) die meisten Dinge bereits, aber es ist gut, sie sich noch einmal zu vergegenwärtigen.

Schreibtisch und Bürostuhl

Sitzt man den überwiegenden Teil des Arbeitstages am Tisch vor dem Laptop, sollte es schon ein Schreibtisch mit einem echten Bürostuhl sein, der höhenverstellbar ist und Rollen hat. So kann man ihn optimal auf die eigene Körpergröße einstellen. Natürlich kann man auch vorübergehend an einem Küchentisch oder Esstisch arbeiten. Wichtig hierbei ist aber immer die Position des Tisches im Raum. Das Licht sollte immer seitlich kommen, also darauf achten wo das Fenster ist! Für Rechtshänder von links, für Linkshänder von rechts. Denn kommt es von hinten, verspiegelt es den Bildschirm, das strengt enorm an beim lesen und schreiben. Und kommt es von vorn, blendet es die Augen. Also auch schlecht. Glasschreibtische sehen zwar schick aus, sind aber wegen der reflektierenden Oberfläche eher kontraproduktiv. Alles, was so von den Seiten in die Augen blitzt und nicht direkt mit dem jeweiligen Arbeitsschritt zu tun hat, stört die Konzentration.

Die Körperhaltung ist genauso wichtig: die Unterarme sollten entspannt auf den Tisch aufliegen können, die Beine im rechten Winkel den Boden erreichen und Rücken gerade. Die Sitzposition sollte öfters gewechselt werden, besonders wenn man 8 Stunden täglich am Schreibtisch sitzt.

Verhalten im Homeoffice

Reglemäßige Pausen sind wichtig. Aufstehen und im Raum umherlaufen. Kann man auch gut während des Telefonierens machen. Man kann auch mal den Bürostuhl durch einen Sitzball ersetzen. Wirkt Wunder, eine Wohltat für den Rücken.

Disziplin: Sorgen Sie dafür, dass Sie auch im Homeoffice „zur Arbeit gehen“. Wärend der Arbeitszeit sind Sie zwar in den eigenen 4 Wänden, aber nicht zuhause!  Kleiden Sie sich genauso, als ob Sie ins Büro gehen würden. Pyjama am Schreibtisch ist kontraproduktiv. Sie sind dann nur zuhause und nicht bei der Arbeit. Ihre innere Haltung ist sehr wichtig! Halten Sie sich genau an die Arbeitszeiten, Mittags- und Kaffepause. Halten Sie engen Kontakt mit Ihren Kollegen: per Telefon, Skype, WhatsApp, etc. Ich ziehe das persönliche Gespräch per Telefon oder Videokonferenz vor. Es fördert mehr den Zusammenhalt, was besonders in schwierigen Zeiten (siehe Corona) sehr wichtig ist.

Sie haben Familie, leben nicht allein in der Wohnung? Tür zu! Sie sind NICHT DA. Möglichst keine Störungen während der Arbeitszeit. Müssten Sie nicht Homeoffice machen, wären Sie ja auch nicht erreichbar, sondern im Büro. Ich weiß, das fällt schwer, besonders wenn Kinder da sind. Ist aber notwendig.